Marmor für die Zähne und zum Knochenaufbau
Marmor kennen die meisten nur aus edlen Bädern, als Wandverkleidung oder auf dem Fußboden in Form von Fliesen. Doch die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und erstrecken sich über die Kunst bis hin in die Pharmaindustrie.
Definition und Etymologie
Umgangssprachlich wird jeder dekorative und polierbare Stein als Marmor bezeichnet. Etymologisch leitet sich der Begriff vom Griechischen „marmaros“ ab und bedeutet „glänzend“. Marmor besteht größtenteils aus Calciumcarbonat und erhielt durch kalkhaltige Ablagerungen in den letzten Jahrmillionen seine charakteristischen Marmorierungen. Durch die tektonischen Bewegungen in unterschiedlichen Erdschichten gerieten diese Ablagerungen in das kalkhaltige Gestein und kristallisierten sich zum heute echten und sehr kostbaren Marmor heraus.
Marmor in der Kunst, im Eigenheim und auf Friedhöfen
Der bekannte glänzende und weiße Marmor aus Carrara ist aufgrund seiner Reinheit besonders widerstandsfähig und eignet sich deswegen sehr für Skulpturen und Objekte in der Kunst. „Stauario“ heißt die Sorte, die durch Michelangelos Statuen berühmt wurde und noch heute Bestand hat. Weil Carrara jedoch als das einzige Abbaugebiet weltweit für diese Marmorsorte gilt, ist diese Sorte natürlich nur für sehr viel Geld und in begrenzten Mengen zu erwerben.
Nebst der Kunst findet Marmor des Weiteren Verwendung für Grabsteine. Weil das marmorisierte Gestein einen sehr geringen Porenraum und dafür eine gänzlich glatte Oberfläche besitzt, ist er äußerst frostbeständig und hält jeder Witterung und jeder Temperatur Bestand.
In der häuslichen Küche war die Verwendung von Marmor früher noch ein wenig eingeschränkt, da im Gegensatz zu Wasser und Wind Säuren wie Essig, Wein und Zitrusfrüchte sehr wohl eine ätzende Wirkung auf den Marmor auswirken können und farbige Flecken auf der Oberfläche hinterlassen. Inzwischen hat die Industrie allerdings auch dagegen ein Mittel gefunden, das die Poren gegen sämtliche schädlichen Einflüsse verschließt und ihn auch so resistent gegen jegliche Mittel macht.
Marmor zwischen den Zähnen
Neben dem ästhetischen Zweck findet Marmor auch in der Medizin- und Pharmatechnik Verwendung. Als feines Pulver wird Marmor beispielsweise in Zahnpasta zur gründlichen Reinigung beigemischt und in der Pharmaindustrie kommt Marmor in Tabletten für Allergiker oder zur Förderung des Knochenaufbaus zum Einsatz.
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